Partner Risikolebensversicherung

Wenn Partner sich gegenseitig mit einer Risikolebensversicherung absichern möchten, sollten die Partner daran denken, dass bei einer „normalen“ Konstellation der Risikolebensversicherungen für den Bezugsberechtigten im Todesfall eine große Summe Erbschaftssteuer fällig ist. Bei Paaren, die unverheiratet sind, kann es bei einer Auszahlung zwar zu keiner Einkommensteuer kommen, aber in den meisten Fällen ist ein Erbschaftssteuer an das Finanzamt fällig.

Der Freibetrag bei unverheirateten Partner liegt nur bei 20 000 Euro. Beläuft sich die Risikolebensversicherung also auf 300 000 €, ist die Bemessungsgrundlage für die Erbschaftssteuer 280 000 €. Bei einer Steuerklasse 3 und einem Steuersatz von 30 % kommt hier leicht eine fällige Steuer von über 80 000 € zustande.

Ein schmerzhafter Einschnitt in eine Absicherung, die vielleicht genau für den Fall des Todes berechnet wurde. Wenn beide Partner vorsorgen wollen, sollten Sie sich „über Kreuz“ versichern. In diesem Fall versichert man das Leben seines Partners, anstatt mit dem Vertrag das eigene. Das wiederum macht der andere Lebenspartner.

Als Bezugsberechtigten setzt man sich selbst ein. Stirbt dann der Partner, also die versicherte Person, dann wird die Versicherungssumme steuerfrei ausgezahlt. Derjenige, der die Risikolebensversicherung abschließt, sollte auch die Beiträge bezahlen. Eingetragene Lebenspartner, verheiratete Paare oder Kinder haben dieses Problem in der Regel nicht und können die Risikolebensversicherung ohne Bedenken abschließen.